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Laktatmessung bei 35 Km Longjog mit Endbeschleunigung |
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Ende Januar habe ich hier die Laktatwerte des 30 km Longjogs vom 21. Dezember 07 diskutiert. Heute stelle ich die Werte des ersten 35 km Longjogs mit Greif'scher Endbeschleunigung ins Netz.
Überblick: Um mein Pulver nicht am Anfang zu verschiessen, bin ich die Sache auf den ersten 15 km langsam angegangen. Die zweite 15er Runde bin ich dann auf Zug gelaufen, der Schnitt ist 4 Sek./Km schneller, der Puls 7 Schläge höher. Bei Km 26 habe ich die erste Laktatmessung vorgenommen, am Ende der 3 km langen Endbeschleunigung, die unten rot markiert ist, die zweite. Kommentar:- Die Pulswerte sind in etwa gleich wie Ende Dezember, wenn man die Zeiten gegeneinander abgleicht. Die erste Laktatmessung zeigt deutlich, dass ich mit einem Wert von 1,1 mmol klar im Fettstoffwechselbereich bin. Der Puls liegt jedoch etwa bei 74% des max. Pulses. In der Regel wird der Pulsbereich des Fettstoffwechsellaufs bei 65-70% angesetzt und der Laktatwert sollte nicht über 1,5 mmol liegen. Die Laktatmessung zeigt, dass mein Puls im Fettstoffbereich etwas höher liegt als der allgemeine Lehrbuchwert besagt.
- Die letzten 3 km wurde mit maximaler Schnelligkeit gelaufen. Der Puls ist mit 150 Schlägen bei 85%, also auf Marathonwettkampfniveau. Interessant ist der Laktatwert: 2,7 mmol. Marathonlaktatwerte bewegen sich zwischen 2,5 und 3,0 mmol. Gefühlsmässig war ich voll am Anschlag, aber definitiv nicht im sauren Bereich, sondern auf dem Niveau eines intensiven Dauerlaufs.
Schlussfolgerung: - Alle Werte sind im grünen Bereich. Zu arbeiten gibt es jedoch noch einiges, damit am 20. April in Zürich ein 4:08er Schnitt gehalten werden kann.
Update vom 6. April 08 (35 Km Longjog mit 15 Km Endbeschleunigung) - Ein kontrollierter 35 Km Longjog mit 15 Km Endbeschleunigung in der 6. Trainingswoche, zwei Wochen vor dem Marathon. Die ersten 15 Km sehr langsam begonnen, dann 5 Km auf Zug gelaufen. Danach die Endbeschleunigung dosiert schnell gelaufen und nicht ans Limit gegangen.
- Im Vergleich zur ersten Endbeschleunigung über 3 Km vom 9. März ist der Puls von 150 auf 146 Schläge gesunken, während sich die Kilometerzeit von 4:18 auf 4:13 verbessert hat. Die verbesserte Laufökonomie schlägt sich auch im Laktatwert nieder, der trotz Leistungsverbesserung von 2,7 mmol auf 2,5 mmol gesunken ist. Die relativ geringe Laktatkonzentration bei den Endbeschleunigungen deutet klar darauf hin, dass die Belastung, die bei dieser Trainingsform empfunden wird, nichts mit Übersäuern zu tun hat, auch wenn man das Gefühl haben mag, die Beine fallen ab. Vielmehr geht es um die Entwicklung der Muskulatur und die Ökonomisierung ihrer Arbeit. Und diese kann auf eindrückliche Weise mit 35 Km Longjogs mit Endbeschleunigungen erzielt werden. Dies wird auch durch das subjektive Gefühl bestätigt. Ich hatte zu jedem Zeitpunkt des Laufs und danach lockere Beine und nie das Gefühl, dass sie sich zu Beton verfestigen und abfallen würden. Die spürbare Belastung war nicht grösser als bei einem 15 Km Lauf im ersten Trainingsmonat der Saison.
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Letzte Aktualisierung: Freitag, 05. Dezember 2008 |