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Ergomo: Bergintervalle MTB vs. Strasse PDF Drucken E-Mail
In diesem Beitrag vergleiche ich die Wattwerte eines Schwellentests mit jenen von Intervalltrainings auf der Strasse und mit dem MTB. Gemeinsam ist allen Einheiten, dass über der Schwelle von 261 Watt gefahren wurde. Während ich den Schwellentest in der Ebene durchgeführt habe, sind die Intervalle jedoch am Berg gefahren worden. Zusätzlich unterscheiden sich die Einheiten in der Dauer der Erholungszeit, die Gesamtzeit über der Schwelle ist jedoch in etwa gleich.
Bergintervalle Strasse
 Bergintervalle auf der Strasse hinauf zum Le Gibloux

Schwellentest
Dauer: 20 Min.

Distanz: 13 km (Gegenwind)

Höhenmeter: 33 m

Pause: keine

Wattleistung: 275 Watt

Prozent der Schwellenleistung: 105%
Puls: 147

Bergintervall MTB
Intervalle: 4

Dauer: 33:52 (8:34 ¦ 8:34 ¦ 8:28 ¦ 8:16)

Distanz: 9.6 km (4 x 2.4 km)

Höhenmeter: 456 (4 x 114 m)

Pause: 33 Min. (3 x 11 Min.)

Wattleistung:
Ø 275 Watt (267 Watt ¦ 275 Watt ¦ 278 Watt ¦ 283 Watt)
Prozent der Schwellenleistung: 105%
Puls: 138

Bergintervall Strasse
Intervalle: 2

Dauer: 35:02 (17:16 ¦ 17:46)

Distanz: 9 km (2 x 4.5 km)

Höhenmeter: 606 m (2 x 303 m)

Pause: 1 x 9 Min.

Wattleistung: Ø 264 Watt (266 Watt ¦ 262 Watt)

Prozent der Schwellenleistung: 101%
Puls: 144

Bemerkungen

Aufgrund des Schwellentests habe ich geschätzt, dass ich bei den Bergintervallen mit dem MTB 265 Watt erreichen könnte. Damit lag ich tüchtig daneben. 275 Watt sind es im Durchschnitt geworden. Damit habe ich bei diesen vier Intervallen die gleiche Wattleistung erreicht, wie beim 20minütigen Schwellentest.

Ganz anders sieht es bei den Bergintervallen auf der Strasse aus: nur 264 Watt im Durchschnitt. Nach dem ersten Intervall war ich total fertig und sehr erstaunt, dass ich nochmals 262 Watt beim zweiten Intervall erreicht habe. Aber mehr war definitiv nicht drin. Im Vergleich zu den MTB Bergintervallen war ich etwa die gleiche Zeitdauer und Distanz unter Last, wenn auch mit etwas mehr Höhenmetern auf der Strasse. Leistungshemmer war aber definitiv die Länge der Intervalle auf der Strasse. Sie waren fast doppelt so lang wie jene mit dem MTB. Dass ich am Berg nicht die gleiche Leistung bringe wie in der Ebene, zeigt auch der Vergleich zum Schwellentest. Dort habe ich über 20 Min. 275 Watt erreicht, am Berg über 17 Min. maximal nur 266 Watt. Man mag einwenden, dass ich noch ein zweites Intervall gefahren bin und deshalb wohl noch Reserven hatte. Die Realität war aber, dass ich nach diesen 17 Min. mit 266 Watt so was von fertig war, dass selbst nur ein Watt mehr nicht drin lag.

Fazit

  • Die Wattwerte des Schwellentests sind aufgrund der identischen Wattleistung bei den MTB Bergintervallen in Zukunft ein guter Richtwert, wie ich mein Training mit dem MTB auf meiner Bergintervallstrecke gestalten kann.
  • Mit regelmässigen Pausen bin ich in der Lage, wiederholt starke Leistung zu bringen. Das spricht für eine gute Regenerationsfähigkeit, aber auch stabile Grundlage.
  • Aufgrund der Wattwerte wird deutlich, dass ich über längere Distanz am Berg klar schwächer bin als in der Ebene. Deshalb gilt es hier im Training anzusetzen.

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