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Ergomo: MTB-Bergintervalle PDF Drucken E-Mail
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Die 2400 Meter lange Bergintervallstrecke steigt stufenartig 115 Höhenmeter an. Gleich zu Beginn grüsst die steilste Rampe mit 16.5%. Teilweise sind in diesem Abschnitt Stufen aus gewachsenem Felsen zu bewältigen, man ist also technisch etwas gefordert. Zu meinem Erstaunen konnte ich diese Passage das erste Mal in dieser Saison (oder überhaupt?) mit dem mittleren Kettenblatt bewältigen und das im  zweitkleinsten Gang. Hier hatte sich etwas getan. Was, sehen wir gleich …

Aufgrund meiner bis anhin erbrachten Leistungen habe ich geschätzt, dass ich die geplanten vier Intervalle mit etwa 265 Watt (NP) fahren könnte, also leicht über der Schwelle von 261 Watt. Damit lag ich gründlich daneben. Geworden sind es 275 Watt. Dass ich einen ungewöhnlich grossen Gang an der steilsten Stelle fahren konnte, war zwar ein Indiz dafür, dass ich gut drauf war, aber es kam doch überraschend. Erstaunlich ist auch, wie ich die Leistung von Intervall zu Intervall steigern konnte. Ohne Wattmessung bin ich etwa 10 Tage zuvor nach 8:30 oben gewesen und zwar ziemlich am Anschlag. Dieses Mal bin ich nach 8:33 beim ersten Intervall oben gewesen, ohne gross gefordert zu sein. Den letzten Intervall hatte ich 16 Watt mehr drauf und bin nach 8:10 oben gewesen.

Interessant ist auch die Pulsentwicklung. Beim zweiten Intervall hatte ich noch Luft nach oben. Beim vierten Intervall nicht mehr. Weil ich wusste, dass es das letzte Intervall war, konnte ich alles geben. Entsprechend ist die Wattleistung nochmals angestiegen, aber nicht mehr der Puls. Da war ich am Limit. Gefühlsmässig hätte ich das fünfte Intervall wohl nur noch mit 8:40 geschafft. Grenzen sind also aufgezeigt.

Bergintervalle

Um meine Dauerleistung am Berg zu verbessern, ist es notwendig, dass ich die Anzahl der Intervalle steigere. Ziel sind erst mal sechs. Bei vier Intervallen konnte ich insgesamt 58 Watt über der Schwelle totalisieren. Eine Option wäre, diese 58 Watt über der Schwelle zu halten, aber noch zwei Intervalle drauf zu packen. Das würde heissen, sechs Intervalle mit etwas mehr als 9 Watt über der Schwelle zu fahren, also 270 Watt pro Intervall. Könnte sich ausgehen … (mehr dazu hier).

Es ist offensichtlich, dass man mit dem Puls solche behutsamen Steigerungen nicht fahren kann. Die Taktik mit dem Ergomo wird sein, bis zum Fuss der langen 6%igen Steigung 270 Watt zu erreichen und dann dort kontrolliert diese Leistung zu halten. Das heisst, möglichst am Schluss nicht überpacen und übermässig Federn zu lassen.

P.S. Die NP war übrigens nur 2.5 Watt über der gemessenen Leistung.

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