| Nyon Triathlon - DNF (8. Aug. 10) |
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Endlich mal ein guter Schwimmsplit, der beste der Saison. Von der Startlinie bin ich vorne weggezogen und das ohne "Feindberührung". Ich habe nach links und rechts geschaut und erstaunt festgestellt, dass ich mich Zentimeter um Zentimeter von meinen direkten Gegnern habe absetzen und schliesslich durchs freie Gewässer pflügen konnte. Dazu fühlte ich mich überhaupt nicht am Anschlag. Es hat wirklich Spass gemacht. Ich hatte während des ganzen Schwimmsplits keine Probleme, wählte immer eine gute Linie und konnte auch auf der zweiten Hälfte eine Tempoverschärfung meiner Gruppe mit einem Wechsel von der 3er- auf 1er-Atmung locker mitgehen.
Dann war fertig lustig. In der flachen Ausstiegszone bin ich dieses Jahr etwas früher aufgestanden und die letzten 15 m wie meine Konkurrenten um mich herum zum Ufer gelaufen. Plötzlich ein heftiger Schlag am rechten Fuss. Ich bin mit den Zehen frontal in eine 20-30 cm grosse Stein- oder Betonplatte geknallt, die in der Ausstiegszone im Wasser lag. Wenn auch der Schmerz im Moment nicht sehr gross war, wusste ich, dass damit die Sache wohl gelaufen war. Vor einigen Jahren ist mir und anderen Teilnehmern am Uster-Triathlon das Gleiche passiert - weil man dort eine Betonstufe beim Ausstieg nicht abgedeckt hatte. Damals habe ich mir den Zehen gebrochen, heute möglicherweise auch. Dass ich erstmals in dieser Saison unter 25 Min. aus dem Wasser kam (nach Jahrgang habe ich damit die Drittbeste Schwimmzeit erreicht), konnte auch nichts mehr daran ändern, dass nach dem Bikesplit Schluss war. Der Schmerz wurde beim Biken stärker und stärker, bei Belastungsversuchen war er deutlich zu spüren. Ich wusste: Damit läufst du nicht einen Kilometer. Also bin ich nach dem Biken gemütlich zu meinen Platz gegangen, habe die Schuhe ausgezogen und voilà: "Blau, blau ist die Enzian ...". Yap, das wars. Einpacken und ab nach Hause. Dort ist mein Zehen dann schon tiefblau-dunkelrot gewesen. Naja, damit ist wohl auch der Versuch, meine Murtenlaufbestzeit zu unterbieten, gestorben. Was bleibt, ist die Frage, was haben grosse Stein- oder Betonplatten bei einem flachen Schwimmausstieg zu suchen, wo man aus dem Wasser sprintet? Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die ganze Veranstaltung sonst wie immer ausgezeichnet organisiert und gesichert war. Verbesserungspotential ist aber gegeben.
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