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Vallée de Joux Triathlon (27. Juni 10) |
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Erstmals startete ich an einem Sprinttriathlon der offenen Klasse, also ohne Altersklasse. Das hiess für diesen Wettkampft: Ich kämpfte gegen 179 Konkurrenten, die jünger und gegen 35, die gleich alt oder älter waren. Ein ziemlich schweres Unterfangen. Begonnen hat der Tag jedoch mit einer geistigen Umnachtung: Ich bin eine Stunde zu spät losgefahren und habe das erst im Auto gemerkt. Zu diesem Ungeschick ist dann noch ein 10 km langes Stück der Strasse nach Payerne gesperrt gewesen und ich musste einen riesigen Umweg machen. Irgendwie habe ich es noch 30 Min. vor dem Start über Yverdon ins Vallée de Joux geschafft. Während Ute das Auto hütete, ein Sprint zur Nummernausgabe und dann ruckzuck in die Wechselzone. Immerhin habe ich nach 9 Jahren Triathlon etwas Routine und so ist die Startvorbereitung ohne grossen Stress über die Bühne gegangen und ich bin rechtzeitig zum Schwimmstart gekommen.  |
Das Setting des Rennens ist traumhaft schön gewesen. Die Wechselzone befand sich in Les Charbonnières, zwischen dem Lac Brenet und dem Lac de Joux. Um den letzteren ging die Radstrecke, im und um den Lac Brenet wurde geschwommen und gelaufen. Der Start an einer lauschigen Uferzone mit Schilf rundete das Ganze ab. Die Wassertemperatur war mit 18.5° für 500 m kein Problem, trotzdem war es mir zu kalt und ich fühlte mich nicht wirklich wohl. Start und Schwimmsplit gingen aber mal ohne Schlägerei ab. Mehrheitlich war ich auf der Überholspur, vor allem gegen Ende habe ich noch einige abgefangen. Als 29. habe ich nach 7 Min. Schwimmen schon mal 185 Konkurrenten hinter mir gelassen. Den Bikesplit bin ich dann wirklich gut gefahren. Mit 270 Watt bin die zehntbeste Zeit gefahren. Damit hatte ich mich schon auf Platz 13 vorgearbeitet. Die Schiedsrichter waren äusserst fair. Sie haben vor allem die Radfahren von der Strassenmitte an den Strassenrand gewiesen und die entgegenkommenden Autofahrer gebeten am Strassenrand zu fahren. Hier hat man die richtigen Prioritäten gesetzt. Der Wechsel ist dann super gelungen. Den abschliessenden Lauf fand ich persönlich meine beste Leistung. Deutlich unter einem 4er Schnitt. Ich habe nie zurück geschaut, sondern nur gehämmert, was es ging. Obwohl ich "nur" die sechzehnbeste Zeit gelaufen bin, habe ich mich nochmals deutlich nach vorne geschoben. Ich habe gegen die Übermacht jugendlichen Testosterons mit einem Rang zwischen 15 und 20 gerechnet, geworden ist es ein sensationeller 8. Rang. Von 179 jüngeren habe ich damit 172 geschlagen. Alle 35 gleichaltrigen und älteren Teilnehmer natürlich auch. In der virtuellen Alterskategorie 45-54 Jahre wäre ich auf dem 2. Rang gelandet. Nur zwei Plätze vor mir hat sich ein ehemaliger Triathlonprofi (8h49 am Ironman Zürich vor zehn Jahren), der etwa in meinem Alter war (ein Jahr jünger), behaupten können. Damit bin ich für den XTerra France in 14 Tagen gerüstet. Jetzt werde ich noch einige lange und weniger stressige Einheiten machen. Und dann schauen wir, was wird.
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