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Dieses Jahr muss ich hintenan stehen. Salome hat ihr seit knapp zwei Jahren angepeiltes Ziel, mit 18 Jahren einen Marathon zu laufen, erreicht und wie: 2. Rang in ihrer Kategorie. Wegen einer Patellasehnenentzündung konnte sie die letzten drei Wochen nicht trainieren. Im Wettkampf selber begannen die Schmerzen nach 8 km. Die anvisierte Zeit war deshalb nicht zu erreichen, dafür hat sie mit einer grossen Willensleistung bis zum Schluss gekämpft und wurde dafür reichlich belohnt.
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73 Sekunden haben bei mir am Ende gefehlt, um unter die 3h zu kommen. Ich habe jedoch einen grossen Schritt vorwärts gemacht und meine Trainingsumstellung (dazu an anderer Stelle mehr) hat mir ermöglicht, 1 Min. 20 schneller als letztes Jahr zu sein, obwohl ich beim Testhalbmarathon praktisch die gleiche Zeit wie im Vorjahr gelaufen bin. Kurz, ich bin deutlich stabiler geworden, vor allem im dritten Viertel des Wettkampfs. Dank des speziellen Grundlagentrainings konnte ich ohne Schwierigkeiten meine Pace von 4:16 bis KM 30 halten. Ich habe bewusst eine defensive Taktik gewählt und mich auch durch die Gruppe des 3:00 Pacemakers, der zu schnell angegangen war, nicht dazu verleiten lassen, schneller zu laufen. Die Halbmarathonmarke habe ich bei 1:29.45 passiert. Ich musste dann nicht wie letztes Jahr auf den nächsten Kilometern unten durch, sondern konnte gut durchlaufen. Anstatt der notwendigen 4:15er bin ich die letzten 12 Km aber nur 4:19er Zeiten gelaufen. Die notwendige Tempohärte am Schluss hat gefehlt. Bei KM 35 habe ich noch einmal alles in die Waagschale geworfen, mir einen Coffeinkick gegeben und konnte die bei KM 33 und 34 fast auf 4:30 abschmierenden Zeiten damit korrigieren und dagegen halten. Ich hatte aber nicht das unwiderstehliche Gefühl, mit jedem Schritt dahinzufliegen.  |
Das stimmt damit überein, dass ich erst sechs Wochen vor dem Marathon auf gute Tempowerte gekommen bin und beim Halbmarathon zwar neue PB gelaufen bin, aber mit zuviel Aufwand und zu wenig Ertrag. Eine kleine Anpassung des Trainingsaufbaus ist nächstes Jahr notwendig. Aber grundsätzlich habe ich einen richtigen ersten Schritt gemacht, um vorwärts zu kommen. Darauf kann ich aufbauen. Zwei Schritte können nicht auf einmal gemacht werden. Ich habe auch erneut realisiert, dass ich mich mit einem 4:15er Schnitt über 42 km ganz am Ende meiner Möglichkeiten bewege. Ich bin definitiv nicht das Naturtalent, das ohne viel Training schnell was reissen kann. Alle meine sportlichen Erfolge habe ich nur durch viel Trainingsfleiss erreicht. Für mich ist deshalb der Weg oft mehr als das Ziel, auch wenn ich in den letzten Jahren immer wieder auf dem Podest stand. Weil es für mich spannender ist, im Moment diese 3 Stunden zu knacken, als die Ironman Hawaii Quali mit einem unendlich höheren Zeitaufwand anzupeilen, werde ich nächstes Jahr wieder auf der Strasse am Start sein, anstatt im Juli in den Zürichsee zu springen. Mal schauen, wie die Endzeit dann lauten wird: 2006: 3:03.56 2009: 3:02.33 2010: 3:01.12 2011: ?
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