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Wattmessung für das MTB fristet immer noch ein Mauerblümchendasein. Nicht hier! Ergomo-Beiträge für das MTB findest du hier.
 
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Mentale Grenzen durchbrechen PDF Drucken E-Mail

Was du hier liest, hat zwar nicht die Dimensionen der Bannister Story, aber das gleiche Prinzip steckt dahinter: Grenzen sind oft selbst gesetzt.

Trainingseinheit: 4 x 4 km Bergintervalle über jeweils 270 Hm

Vorbelastung: 24 Std. vorher Triathlonwettkampf in Nyon über die Olympische Distanz mit neuer persönlicher Bestzeit.

Trainingsresultat: Die Zahlen (Durchschnittswatt pro Intervall) sprechen für sich. Die gleiche Einheit habe ich einen Monat zuvor das erste Mal gemacht.

1. Vergleichswerte vom ersten Bergtraining (ohne Mentaltraining)
Intervall 1: 244 Watt in 17'40’’
Intervall 2: 241 Watt in 17'45’’
Intervall 3: 242 Watt in 17'35’’
Intervall 4: 228 Watt in 19'00’’

Beachte: Ich konnte die Leistung beim letzten Intervall nicht mehr halten.

2. Bergtraining mit Mentaltraining kombiniert

Zielvorgabe:
a) Leistung: 4 x 250 Watt
b) Mental: im Kopf und körperlich locker bleiben

Resultate:
Intervall 1: 261 Watt in 16'35’’
Intervall 2: 266 Watt in 16'15’’
Intervall 3: 270 Watt in 15'45’’
Intervall 4: 281 Watt in 15'10’’

Kommentar: Offensichtlich ist mein Training während den letzten vier Wochen nicht wirkungslos gewesen. Dies erklärt jedoch die gewaltige Leistungssteigerung nur teilweise. Ein grosser Teil ist dem intensiven Mentaltraining zuzuschreiben, das ich während den Intervallen durchgeführt habe.

Intervall 1+2 habe ich zu 80% im ersten Gang gefahren. Nachdem ich auch beim zweiten Intervall die Zielvorgabe wieder gewaltig übertroffen habe (und ich mich gefragt habe, ob das bei Intervall 3+4 böse endet), habe ich mich entschlossen, mental noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich habe nicht mehr auf den Ergomo geschaut, sondern bin nur nach Körpergefühl gefahren, habe also bewusst keine mentale Grenze aufbauen wollen. Nur nach 10 Min. habe ich einmal auf den Wattwert geschaut, um mich noch mehr zu pushen. Und so bin ich los, habe meine Mentalprogramme abgespult und merke plötzlich, dass ich kann ja noch einen Gang höher schalten kann. Die Wattzahlen sind nun nur so explodiert und keine Anzeichen von Schwäche. Intervall 4: Gleiches Vorgehen wie beim dritten Intervall. Und wieder spüre ich, dass ich noch einen Gang höher schalten kann. Man vergleiche die Wattwerte und Zeiten des letzten Intervalls der beiden Trainings. Staunen über Staunen! Danach war ich noch so fit, dass ich noch einen Intervall hätte anhängen können. Aber bekanntlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist, und übertreiben sollte man es nach einem Wettkampf ja auch nicht.

Fazit: Wenn es im Kopf stimmt und ich mich selbst nicht limitiere, ist viel mehr möglich, als ich mir vorstellen kann. Durchbrich auch du deine mentalen Grenzen!

 

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 14. April 2009