Zytturm Triathlon Zug (15. Juni 08) PDF Drucken E-Mail

Erste Sahne, was ich heute abgeliefert habe. Mein bester Wettkampf über die Olympische Distanz. Zeitmässig zwar nur 7 Sek. schneller als letztes Jahr, aber bemerkenswert ist die Art und Weise, wie der Wettkampf ablief. Das Schwimmen war der geniale Auftakt. Eine Minute schneller als letztes Jahr. Das spezielle Schwimmtraining im Winter mit Roy hat sich ausbezahlt. Taktisch ebenfalls perfekt: Immer einen Vordermann gesucht und aufgeschlossen, dran geblieben und dann weiter so. Rad war meine beste Leistung, auch wenn das in der Zeit nicht so zum Ausdruck kommt. Einsam war ich unterwegs und mehrere 100 Meter vor mir eine Vierergruppe. Mit totalem Einsatz habe ich nach 14 Km aufschliessen können. Kurz danach bin ich in zweiter Position mit einen satten Tritt die erste Steigung der Strecke hoch. Ein Blick zurück und zu meinem Erstaunen hat sich eine beträchtliche Lücke aufgetan. Die Gruppe war gesprengt und so habe ich gleich attackiert und weg war ich. Bei Km 30 wieder ein Blick zurück und ich traue meinen Augen nicht. Eine Wand von Radfahrern im Anzug, wie ein Tour de France Feld. Während des ganzen Wettkampfs habe ich nicht einen Schiedsrichter gesehen, der Windschattenfahren unterbunden hat. Was ist passiert? Die AK 1 Athleten hatten die vor ihnen gestarteten AK 2 Athleten eingeholt. Die konnte sich nun anhängen, wurden nach vorne geschwemmt, konnten dabei eine ruhige Kugel schieben und ausgeruht auf die Laufstrecke wechseln. 30 Km alles gegeben und dann so was. Aus sportlicher Sicht ist es organisatorisch natürlich auch fragwürdig, eine schnellere Gruppe nach einer langsameren starten zu lassen. Dass es sich hier anbietet anzuhängen, ist offensichtlich und wenn das nicht geahndet wird, nimmt man das Angebot gerne an. Durch diese Umstände habe ich einen oder zwei Plätze verloren. Ich habe mich dann bis zur Wechselzone immer in den ersten Positionen aufgehalten. Eine langsame Radfahrerin, die sich einen Km vor dem Ziel auf der Wettkampfstrecke befand, hat fast einen Sturz verursacht. Ich musste voll auf die Bremse gehen, um nicht auf sie aufzufahren. Gleich sind 10 Fahrer an mir vorbei geschossen. Also wieder voll in die Pedale und so bin ich doch noch als Vierter in die Wechselzone gefahren. Der Wechsel zum Laufen ging so schnell und locker, dass ich erst das Schild bei Km 1 wieder bewusst wahrgenommen habe. Dazwischen ging alles wie im Rausch. Den Lauf habe ich mit einer soliden Leistung (10. Laufzeit in der AK) durchgezogen. Immer voll im Saft. Vielleicht wäre noch etwas mehr drin gelegen, aber ob es gereicht hätte, noch einen Platz gut zu machen, ist fraglich. So ist es der 12. Rang in der AK geworden. Für die Verbesserung in der Overallrangliste habe ich dann auf dem letzten Km noch einen Läufer kassiert. Tja, rangmässig wird es für mich bis zum nächsten Kategorienwechsel sehr schwierig, unter die Top Ten zu kommen. Eine ganz Gruppe von schnellen Athleten ist von der AK 1 zur AK 2 aufgestiegen. Aber leistungsmässig habe ich von A-Z voll attackieren können und einen perfekten Wettkampf abgeliefert. So könnte es immer sein (zur Wettkampfanalyse geht's hier).

Zytturm 2008
 
Zytturm 2008
 
 Zytturm 2008
 
Zytturm 2008
Fotografin: Ute Eggler