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Laktatmessung bei 158 km Runde PDF Drucken E-Mail

Knappe 160 km (1'000 Hm) standen heute auf dem Programm (Neyruz-Murten-Biel-Grenchen und zurück). Leistungsniveau: Ironman-Pace, d.h. für mich 220 Watt im Durchschnitt (damit sollte ich in Köln die 180 km in 5 Std. bewältigen können, um eine Wettkampfzeit unter 10 Std. zu erreichen). Ziel war zu bestimmen, wieviel Laktat ich auf Wettkampfniveau, also bei 220 Watt produziere.

160 Runde 1. Juni 08

Nach 70 km habe ich nur 1,5 mmol Laktat im Blut und bin damit klar im Fettstoffwechselbereich. Bei einem Puls von 128 kann man das erwarten. Interessanter ist die zweite Laktatmessung nach 130 km. Was ist unterdessen passiert? In Biel musste ich auf der Durchfahrt durch die Stadt auf dem Hin- und Rückweg an zahlreichen Ampeln halten. Dadurch fiel die Durchschnittswattleistung von 220 Watt auf 218 Watt. Um diesen Verlust auszugleichen, musste ich mehr als 50 km mit über 230 Watt treten. Damit habe ich wohl wissend viele Körner verschossen, entsprechend ist auch der Puls um 14 Schläge gestiegen (eine Spätfolge war, dass ich gegen Schluss die 220 Watt nicht mehr halten konnte, was aber für die erste 160er Runde der Saison in Ordnung geht, besonders wenn man den Extraeffort in Betracht zieht). Diese nicht gleichmässige Pace erklärt auch, warum die Normalized Power, also der effektive Leistungsaufwand, 220 Watt war.

Bei der zweiten Laktatmessung würde man einen stark erhöhten Laktatwert erwarten, da der Puls nun auf 142 Schläge gestiegen ist. Mit 1,7 mmol ist aber nur eine sehr geringe Erhöhung festzustellen. Erklärung: Die Grundlagenausdauer des Wintertrainings ist so gut, dass selbst bei einem Puls, der definitv nicht mehr im Fettstoffwechselbereich ist, das Energiesubstrat immer noch Fett ist. Fazit: Der Fettstoffwechsel ist top. Es gilt deshalb nun die Leistung zu stabilisieren, sprich: die Pulslinie muss gleichmässiger werden.

160 Km Runde 1. Juni 08 Daten

Bemerkungen: Effektiv sind es 158 km gewesen, da ich vergessen hatte, das Magnet beim Laufradwechsel zu richten und dies nach Kilometer 1.5 nachholte. Die Herzfrequenz ist beim Ergomo einen Schlag tiefer gewesen als auf der Polaruhr.

 

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